Führerscheinreform 2013

Führerscheinreform 2013 – Die Umsetzung wird aufgrund der Richtlinie 2006/126/EG vom europäischen Parlament zur Pflicht. Am 20 Dezember 2006 hat das Parlament die sogenannte 3. Führerscheinrichtlinie beschlossen. Ziel ist es, die unterschiedlichen Regelungen der mehr als 110 verschiedenen Führerscheine in Europa anzugleichen.

Die Führerscheinreform ist ab dem 19.01.2013 gültig. Ab diesem Stichtag sieht die EU eine Gültigkeit des Führerscheins von 15 Jahren vor. Hiermit ist die Gültigkeit des Dokumentes und nicht die Fahrerlaubnis gemeint. Führerscheine, welche vor diesem Stichtag erstellt wurden, sind davon bis 2032 nicht betroffen. Erst dann wird ein Umtausch des Führerscheins zur Pflicht. Inhalt der Regelung ist der Schutz gegen Fälschungen, die ärztlichen Untersuchungen und die Mindestvoraussetzung zum Erteilen der Fahrerlaubnis. Ebenso werden die einzelnen Klassen angepasst.

Änderungen im Detail, aufgelistet nach den Führerscheinklassen für die Führerscheinreform 2013.

Führerscheinreform 2013

Bildxopyright: Schmuttel / pixelio.de

Klasse AM

Unter der neuen Klasse AM werden die Vorhandenen Klassen M für Kleinkrafträder und Klasse S für dreirädrige Kleinkrafträder und vierrädrige Leichtkraftfahrzeuge, zusammen gefasst. Diese beinhaltet Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h und 50 ccm Hubraum oder 4 kW Leistung und 350 kg Leermasse.

Klasse A1

Statt der bisherigen Beschränkung von 123 ccm Hubraum und 11 kW Leistung muss zusätzlich ein Leistung / Gewicht Verhältnis von 0,1 kW/kg eingehalten werden. Leichtkrafträder welche vor dem 19 Januar 2013 zugelassen wurden, können aber weiterhin mit der Klasse A1 geführt werden.

Klasse A2

Sie ersetzt die Klasse A-beschränkt. Beinhaltet sind Krafträder mit einer Leistung bis 35 kW (Anhebung von 25kW bis Januar 2012) und einem entsprechenden Leistungsgewicht von weniger als 0,2 kW/kG (vorher 0,16kW/kG)
Klasse A Für den Direkteinstieg wurde das Mindestalter auf 24 Jahre gesenkt. Diese Klasse umfasst z.B. auch Trikes mit mehr als 15 kW.

Klasse B (Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen)

Die zulässige Gesamtmasse eines angehängten Anhängers mit mehr als 750 kg darf ab dem 19.01.2013 auch größer sein, als die Leermasse des Autos. Das Gespann darf dennoch nicht mehr als 3500 kg auf die Wage bringen.
Klasse BE Die Gesamtmasse eines Anhängers darf 3,5 Tonnen nicht übersteigen, vor dem 19.01.2013 gab es hier keine Begrenzung. Für Anhänger über 3,5 Tonnen ist die Klasse C1E erforderlich.

Klasse C1E

Fahrzeugkombinationen mit einem Zugfahrzeug bis 7500 kg und einem Anhänger über 750 kg dürfen nun geführt werden, vorausgesetzt die Gesamtmasse liegt unter 12 Tonnen. Entsprechend wird die Beschränkung, dass das zulässige Gesamtgewicht des Anhängers, die Leermasse des Zugfahrzeuges nicht übersteigt, zum 19.01.2013 aufgehoben.

Allgemein sind die fahrzeugtechnischen Vorschriften und Begrenzungen einzuhalten.

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