Motorradversicherung

Wie beim PKW, ist es für Motorräder notwendig eine passende Versicherung zu finden. Die Meisten nutzen dabei ihren ersten Versicherer, wo auch schon das Auto angemeldet ist. Doch wo liegen die Unterschiede? Erfahren Sie mehr darüber, wie das Motorrad eingestuft wird und welche Möglichkeiten es gibt, Kosten zu reduzieren. Da die meisten Motorräder mit einem Saisonkennzeichen angemeldet sind, gehen wir noch einmal separat darauf ein.

Wie wird ein Motorrad eingestuft?

Anders als beim PKW gibt es bei der Versicherung für Motorräder keine Einstufung in Typ und Hersteller und wird deshalb nach Hubraum, Leistung und der Einordnung in Kleinkraftrad oder Leichtkraftrad festgelegt. Relevant ist auch die so genannte Regionalklasse, welche eine bestimmte Zulassungsregion festlegt. Dies wirkt sich gerade bei Zulassungen in einer Großstadt aus, da dort mehr Verkehr herrscht und die Unfallquote entsprechend höher ist. Jährlich wertet der Verband der Versicherer die Unfallstatistiken aus und legt dafür den Grundstein für die Beitragsberechnung.

MotorradversicherungSaisonkennzeichen

Bei Motorrädern ist es üblich, den Versicherungsschutz nur für einen bestimmten Zeitraum in Anspruch zu nehmen. Bei der Anmeldung des Motorrads auf der Zulassungsstelle muss ein Saisonkennzeichen beantragt werden, welches in den meisten Fällen von April bis September gültig ist. Durch den kürzeren Zeitraum ist auch die Versicherung günstiger, da das Motorrad nicht das ganze Jahr versichert ist. Beachten Sie dennoch, dass Sie den Zeitraum nicht zu kurz wählen. Wenn nämlich der Versicherungszeitraum weniger als 6 Monate im Jahr beträgt, wird die Schadensfreiheitsklasse nicht weiter verbessert. (Jährlicher Rabatt der SF Klasse entfällt).

Haftpflichtversicherung

Die Haftpflichtversicherung bei Motorrädern ist wie beim PKW Pflicht. Schon bei der Anmeldung wird von der Zulassungsstelle eine Deckungskarte benötigt, welche der Zulassungsstelle bescheinigt, dass das Fahrzeug versichert ist. Die Haftpflicht kommt für alle Schäden auf, welche dem „Dritten“ entstehen. (Personen-, Sach- und Vermögenschäden)

Kaskoversicherung

Eingeteilt wird die Kaskoversicherung in die Teilkasko- und Vollkaskoversicherung. Beide regulieren bei einem selbst verursachten Unfall bestimmte Kosten am eigenen Motorrad. Die Teilkaskoversicherung tritt hierbei, wie der Name schon sagt, nur für bestimmte Schäden ein. In der Regel sind das Schäden am eigenen Motorrad durch: Brand, Explosion, Diebstahl, Wildunfälle, Marder, Glasschäden, Kurzschluss und Schäden durch höhere Gewalt. Die Vollkaskoversicherung übernimmt zusätzlich Schäden durch Vandalismus oder auch bei einem Unfall der selbst verschuldet wurde.
Ob eine Kaskoversicherung sinnvoll ist, ist in erster Linie vom Wert des eigenen Motorrades abhängig. Kauft man sich eine neue Maschine, wäre es sinnvoll diese durch einen erweiterten Versicherungsschutz auch für selbst verursachte Schäden am Motorrad zu versichern. Ob sich das für einen Lohnt, muss im Einzelfall entschieden werden – Dabei hilft Ihnen der Versicherungsvertreter gerne weiter.

Selbstbeteiligung

Bei einer Kaskoversicherung ist es in der Regel üblich, dass der Versicherer eine Selbstbeteiligung anbietet. Dieser begünstigt den Versicherer bei seinen jährlichen Zahlungen, muss aber im Schadensfall, einen vorher festgelegten Betrag aus eigener Tasche zahlen.

Fazit

  • Vergleichen Sie die Leistungen der einzelnen Versicherungen genau miteinander.
  • Lassen Sie sich von den einzelnen Versicherern ein Angebot für die jährlichen Kosten machen.
  • Oft ist die eigene Versicherung (bei der schon das Auto versichert ist) nicht die günstigste und ein Wechsel spart bares Geld.
  • Wenn Sie sich für eine Versicherung entschieden haben, scheuen Sie sich nicht zu handeln. Gerade wenn man schon eine Versicherung bei einem Anbieter abgeschlossen hat, sind vielleicht noch ein paar Euro Spielraum!