Reifenwechsel – Wann und Warum

  • 7th August 2013
  • News

Dass man im Sommer Sommerreifen aufziehen muss und im Winter besser mit Winterreifen unterwegs ist, das sollte jedem klar sein. Doch nicht nur wenn es die Witterungsbedingungen verlangen ist ein Reifenwechsel angebracht. Zwar gibt es in der EU eine vorgeschriebene Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern, allerdings ist der Reifen bei einer derartigen Abnutzung schon weit über den Zeitpunkt hinaus, an dem er für maximale Sicherheit sorgen könnte. Um diese aber zu gewährleisten, empfehlen nicht nur Reifenhersteller, sondern auch führende Automobilclubs, bereits vorher die Reifen zu wechseln, wenn sie folgende Kriterien nicht mehr erfüllen.

Zunächst einmal bleibt zu sagen, dass ein einwandfreier Reifen die Voraussetzung für eine sichere Fahrt ist. Egal ob im Winter oder im Sommer. Jeder, der den Führerschein der Klasse B gerade macht oder schon gemacht hat, sollte unbedingt wissen, wie man einen Reifen inspiziert. Dafür reicht es am Anfang auch, wenn man die Reifen alle zwei Wochen auf ihren allgemeinen Zustand hin überprüft. Im Detail sollte man prüfen, ob äußerliche Schäden zu erkennen sind, ob es unregelmäßige Verschleißerscheinungen gibt, und ob das Profil noch tief genug ist. Laut ADAC sollten Sommerreifen spätestens bei einer Profiltiefe von 2 bis 2,5 Millimetern ausgetauscht werden und Winterreifen bereits bei einer Profiltiefe von 4 Millimetern.

Winterreifen – bald ist es soweit

Außerdem sollte natürlich in ähnlich regelmäßigen Abständen auf den Reifendruck geachtet werden und gegebenenfalls beim nächsten Tankstopp etwas Luft nachgefüllt werden. Wenn man dann schon mal dort ist, kann man eventuell auch gleich fachkundige Augen einen Blick auf die Reifen werfen lassen. Denn gerade als Laie kann man nicht immer alle Abnutzungserscheinungen sofort erkennen. Sind die Reifen schon fünf Jahre alt, dann muss in jedem Fall mal ein KFZ-Mechaniker nachsehen, ob noch alles in Ordnung ist. Sind die Reifen älter als acht Jahre, dann kann man sie sowieso aussortieren. Erhöhte Laufleistung und Parken im Freien verringern die Lebensdauer der Reifen nochmals.

Eine alte Faustregel besagt: Sommerreifen fährt man von O bis O, also von Ostern bis Oktober. Doch ganz so einfach ist es nicht. Besser ist es, man richtet sich nach den tatsächlichen Witterungsbedingung, wenn man die Reifen wechselt. Denn gute Winterreifen bringen einem bei Temperaturen weit über null Grad nichts. Sie sind sogar recht gefährlich, da sie bei diesem Temperaturen keinen richtigen Grip mehr bieten. Besser also ist es, man wartetet, bis der Wetterbericht Temperaturen von vier Grad und weniger prophezeit, und macht dann erst einen Termin in der Werkstatt aus. Besorgen kann man sich die Winterreifen allerdings schon jetzt, um auch rechtzeitig gewappnet zu sein.